Lizenzerwerb in der Türkei

Lizenzerwerb in der Türkei

Für die Tätigkeiten in der türkischen Energieversorgungswirtschaft (die Stromerzeugung, Verteilung sowie der Transport) müssen die Teilnehmer bei der zuständigen Regulierungsbehörde (EPDK) entsprechende Lizenzen beantragen.

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Erneuerbare Energien

Fürderung erneuerbare Energien

Die Stromerzeugung aus erneuerbare Energien werden in der Türkei staatlich durch die garantierten Einspeisevergütungen gefördert. Die Höhe der Einspeisevergütung unterscheidet sich nach der eingesetzten Energiequelle sowie nach der für den Bau der Anlage benutzten Equipments.

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Investieren in den Strommarkt

Türkischer Strommarkt

Der türkische Energiemarkt bietet zahlreiche Investitionsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen. Die Regierung schätzt das Investitionsvolumen in den nächsten 10 Jahren auf ca. 130 Milliarden Dollar.

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Koordinaten der Grundstücksflächen zur Errichtung von Photovoltaikanlagen in der Türkei auf Google Earth (KML-Datei zum downloaden)

Die Energieministerium hat die regionalen Netzanschlusskapazitäten sowie die Grundstüksfreiflächen zur Errichtung von Photovoltaikanlagen in der Türkei bekanntgegeben. Netzanschlusspunkte für den Anschluss der Solarparks an das Stromnetz können aus der folgenden KLM-Datei entnommen werden (ohne Gewähr):Download GEPA-GR_BUYUK1650.KML

Projektierung von Photovoltaikanlagen in der Türkei  - Lizenzfreie Energieerzeugung

beratung energierecht

Die Errichtung von Photovoltaikanlagen unter 1 MW kann in der Türkei ohne die Erteilung von Stromerzeugungslizenzen erfolgen. Die Lizenzfreiheit bedeutet allerdings nicht, dass die Stromerzeugungsanlagen unkontrolliert nach Belieben errichtet werden können. Vielmehr müssen bei der Installation von Anlagen (so z.B. Photovoltaikanlagen kleine Windkraftanlagen) behördliche Genehmigungen eingeholt werden. Die zuständige Genehmigungsstelle für die Genehmigung und Abnahme von lizenzfreien Stromerzeugungsanlagen ist die staatliche Einrichtung TEDAS mit Sitz in Ankara.


Die derzeitigen gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass für die Errichtung von PV-Anlagen eine sog. Projektmappe beim TEDAS eingereicht wird. Die Vorbereitung dieser Projektmappe ist sowohl für Dachanlagen als auch für Freiflächenanlagen erforderlich. Der Arbeitsaufwand für die Vorbereitung und Umsetzung der Projektmappe unterschiedet sich zwischen den beiden Anlagenformen kaum. Dies hat zur Folge, dass die Errichtung von kleineren Dachanlagen (so z.B. für Eigenheimbesitzer) aufgrund der hohen Projektierungskosten sich zurzeit als unrentabel erweisen. Denn für die Projektierung von PV-Anlagen müssen die Betreiber mit ca. 4.000 bis 20.000 TL (Umrechnungskurs ca. 2.80 TL = 1 €) an Zusatzkosten rechnen, wodurch die Gesamtkosten für die Errichtung der PV-Anlagen ansteigt und die Finanzierung gefährdet wird.

Aus diesem Grund wird in den Regierungskreisen die Vereinfachung des Projektierungsverfahrens diskutiert, wonach für kleinere Anlagen ( so z.B. unter 10-15 kW) ein vereinfachtes Verfahren eingeführt werden soll. Konkrete Gesetzesentwürfe hierzu gibt es zum jetzigen Zeitpunkt (stand 05/2014) allerdings nicht. Änderungen sind frühestens in 1-2 Jahren zu erwarten.

 

 

 

Den Zuschlag im Bieterverfahren für die Errichtung der PV-Freiflächenanlagen bekommen Solentegre Enerji in Elazig und Halk Enerji in Erzurum  - 12.05.2014 

Wettbewerb um die Netzanschlusspunkte Türkei für PV-Anlagen

Das Bieterverfahren um die heißbegehrten Netzanschlusspunkte in den Provinzen Elazig und Erzurum ist am 12.05.2014 erfolgreich abgeschlossen worden. Als Meistbietender in der Provinz Elazig bekam die Firma Solentegre Enerji mit 827.000 TL pro MW den Zuschlag. Für die 8 MW muss die Firma umgerechnet ca. 2.3 Millionen € zahlen. Insgesamt hatten sich neben der Solentegre Enerji vier weitere Firmen am Bieterverfahren beteiligt (die Firma RA Güneş, Güçlü Tekstil Limited, İnşar Enerji und Başakkent Güneş Enerjisi Üretim AŞ).

Den Zuschlag für die 5 MW in der Provinz Erzurum bekam die Firma Halk Enerji mit 68.000 TL pro MW. Die Firma hatte sich um 4.9 MW beworben. Für dieses Gebiet hatten sich neben der Halk Enerji die Firma Makronom Enerji beworben.
Die Meistbietenden müssen diesen sog. Beteiligungsanteil innerhalb von max. 3 Jahren (jeweils in 3 gleichhohen Raten) nach der vorläufigen Genehmigung der ersten Anlagenteile an den Transportnetzbetreiber (TEİAŞ) zahlen.

Hintergrund des Bieterverfahrens ist, dass durch die EPDK für die Errichtung von PV-Anlagen eine nach Provinzen aufgeteilte Gesamtkapazität von 600 MW ausgewiesen wurde. Bei der Regulierungsbehörde gingen jedoch zwischen den 10.-14. Juni 2013 insgesamt 496 Anträge mit einer Gesamtkapazität von ca. 9.000 MW ein.

Die gesetzlichen Regelungen sehen vor, dass bei konkurrierenden Anträgen um den gleichen Netzanschlusspunkt zwischen den Zugangspetenten ein Bieterverfahren durchgeführt wird. Diese können sich im Rahmen eines vom Transportnetzbetreiber (TEİAŞ) moderierten Bieterverfahrens um die Netzanschlusspunkte bewerben. Das Bewerbungsverfahren sieht vor, dass die Bewerber für den Netzanschluss einen Beteiligungsbetrag (als sog. Sonderzahlung) pro zu installierende MW abgeben.


Die am 12.05.2014 durchgeführte Ausschreibung wurde von allen Marktteilnehmern mit Spannung erwartet, weil sie das erste Bieterverfahren für die zu vergebenden 600 MW PV-Freiflächenanlagen und Anschlusspunkte darstellt. Somit sind die Ergebnisse des Bieterverfahrens für die kommenden Ausschreibungen richtungsweisend.

 

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